31. Dezember 2025

Jahresrückblick 2025

Zwischen Durchhalten, Produktivität,

Flow und Ja-Wort

 

2025 war das Jahr des Durchhaltens: Die Weiterbildung für meinen Hauptberuf hat meine Zeit zum 6. Dezember stark gebunden. Die 1000 Ideen für Erfolg mit Latein mussten in der Umsetzung warten und gefühlt bin ich mit angezogener Handbremse durch 2025 geschlichen. Und trotzdem hatte ich so viele SchülerInnen wie nie (insgesamt 15), habe Antonia als Lehrerin eingestellt, einen Onlineshop gelauncht, mein Flow-Gefühl beim Schreiben entdeckt und als krönenden Abschluss geheiratet! In meinem Jahresrückblick halte ich das vierte Jahr bei Erfolg mit Latein fest. Und ich freue mich darauf, 2026 die Handbremse zu lösen und die Ideen von meinem Kopf aufs Papier zu bringen!



Meine Themen und Highlights in 2025


Ich habe eine Nachhilfelehrerin eingestellt

Anfang 2025 hatte ich viele Nachhilfe-Anfragen, die ich einfach nicht mehr bedienen konnte. Das war erstmal nichts Neues. Neu war aber, dass ich mir erlaubt habe, mir VORZUSTELLEN, dass ich jemanden einstelle. Da die Nachhilfe zwischen mir und den SchülerInnen sehr individuell ist und ich einen hohen Anspruch an die Qualität des Unterrichts habe, schien das erstmal unmöglich. Doch dann habe ich den Gedanken zugelassen, alle Kosten kalkuliert und dann unter vier Bewerberinnen Antonia gefunden! Seit April 2025 unterstützt mich Antonia und hat schnell vier feste SchülerInnen übernommen. Ich stehe in engem Austausch mit Antonia und den Eltern und es klappt wirklich gut! Was aber nicht geklappt hat: Dass ich SchülerInnen an Antonia abgebe, um mehr Zeit für andere Aufgaben zu haben. Mein Vorsatz für 2026: Eine weitere Nachhilfelehrerin (oder Lehrer) für fortgeschrittene SchülerInnen einzustellen. 


Mein Onlineshop geht live und weitere Baby-Steps zu passivem Einkommen

Am 25.06.2025 war es so weit: Mein Latein-Erfolgs-Fahrplan und der Vokabel-Lern-Guide sind für 0 Euro zum Download im Onlineshop verfügbar. Am 11.07. folgte dann mein erstes Lernmaterial für SchülerInnen - eine Übung für alle Zeiten im Lateinischen. Ich bin so stolz darauf, einen Onlineshop zu haben (ja, ich habe ihn selbst eingerichtet) und habe dieses Lernmaterial mittlerweile 10 mal verkauft - damit habe ich 39,90 Euro Umsatz gemacht (Stand 28.12.25). 

3 Gründe, warum ich so stolz und glücklich bin, einen Onlineshop zu haben:

  1. Das Lernmaterial ist eine perfekte Wiederholung des Unterrichtsstoffes für SchülerInnen, die zu Hause üben möchten.
  2. Antonia und ich nutzen das Lernmaterial für unsere eigene Nachhilfe. Durch das pdf Format zum Ausdrucken ist es eine perfekte Ergänzung zur online Nachhilfe und “zwingt” dazu, selbst aktiv zu werden.
  3. Ich bin daran persönlich gewachsen: Der Onlineshop ist eine weitere Sache, von der ich geglaubt habe, dass sie unmöglich sei - bis ich mich damit auseinander gesetzt habe und es dann gar nicht so schwer war. 


2025 habe ich mich außerdem bei der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) angemeldet und meine Blog-Artikel dort zur Zählung verlinkt. Die VG Wort ist ein Verein, der sich um die Einhaltung der Urheberrechte von AutorInnen kümmert. Mit jedem Blog-Artikel kann man als AutorIn Geld verdienen, sofern der Blog-Artikel mehr als 1500 Aufrufe hat. Keiner meiner Artikel 2025 hat diese Schwelle geknackt - aber der Grundstein zu passivem Einkommen ist gelegt. 


Meine Weiterbildung bringt mich an meine Grenzen

Für meine Arbeit in meinem Hauptberuf  als Assistenz der Geschäftsführung in einem Pflegeheim, dem Haus der Pflege KITZINGERLAND, habe ich schon 2024 eine Weiterbildung begonnen. Weil ich thematisch durch meine Arbeit tief in dem Thema stecke, dachte ich “das wird schon” und auch von anderen Seiten habe ich gehört: “Das machst du mit links.” Leider war es nicht so einfach: Montags und Mittwochs hatte ich Unterricht von 17 bis 21 Uhr (mit Anwesenheitspflicht), manchmal auch an Samstagen den ganzen Tag. 2025 musste ich insgesamt drei Prüfungen sowie eine 15-seitige Projektarbeit schreiben und eine Abschlusspräsentation halten. Auch wenn der Lernstoff an sich nicht schwer war, war es also eine enorme Menge zu lernen. Die Weiterbildung und die Prüfungen passierten “nebenbei”, neben meinem Job und der Nachhilfe - an den Abenden, Wochenenden und ein paar Urlaubstagen. Gedanklich von Arbeit zu Nachhilfe zu switchen und dann wieder zum Unterricht: Das waren zu viele Themen auf einmal. Absoluter Tiefpunkt meines Jahres war die mündliche Prüfung am 23. Mai, die ich - mit einem fetten Kloß im Hals und Tränen in den Augen - gerade so bestanden habe. Irgendwann ging es für mich nur noch ums Durchhalten, weil ich das Zertifikat für meine Arbeit (die ich sehr gerne tue), brauche. 

Am 6. Dezember war es endlich geschafft und nach 952 Stunden habe ich nun die Erlaubnis, eine Pflegeeinrichtung zu leiten. Was mich diese Erfahrung gelehrt hat: Parallel an verschiedensten Projekten zu arbeiten, ist ein Drahtseilakt: Es tut (mir) nicht gut. 


Ich habe mein FLOW-Thema gefunden! 

Ich habe mein FLOW-Thema gefunden. Im Flow ist man, wenn man die Zeit um sich herum vergisst und einfach in sich versunken ist. Lange habe ich mich gefragt, bei welcher Aktivität ich in den Flow komme. Und in diesem Jahr ist es mir wirklich bewusst geworden: SCHREIBEN! Da habe ich einfach Lust drauf und es ist egal, ob es jemals irgendjemand liest. In diesem Jahr habe ich so viel wie noch nie geschrieben - morgens für mich in ein Journal und für diesen Blog. Ich habe mich bei der Blog-Challenge VIB angemeldet, bei der es jede Woche einen Vorschlag für einen Blog-Artikel von Judith Peters gibt. Insgesamt habe ich sieben Blog-Artikel (u.a. 50 Gründe für Latein, Alles über lateinische Verben) veröffentlicht! 


Ohne Gesundheit ist alles Nichts

“Ich wünsche dir Gesundheit, Glück und Segen im neuen Lebensjahr.” So oder so ähnlich schreibe ich es auf Geburtstagskarten ganz selbstverständlich. Und doch habe ich unsere Gesundheit als gegeben angenommen. Dass unsere Gesundheit aber wirklich ALLES ist, musste ich erfahren, als bei einem Familienmitglied gleich zwei schreckliche Diagnosen im Raum standen - mit wochenlangem Bangen um Klarheit und Warten auf Untersuchungsergebnisse. Diese eigene schreckliche Angst, die Person zu verlieren und ihr in der Zeit der Unsicherheit trotzdem beizustehen und Mut zu machen, war die Hölle. Und dann hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst - hier ist wirklich ein Wunder geschehen! 


Ich habe geheiratet!

Am 12.12.2025 haben Florian und ich standesamtlich geheiratet, mit anschließendem 7-Gänge-Menü aus der Sterneküche des Winzerhof Stahls


Weitere schöne und besondere Momente 2025


Das hat mein Jahr bestimmt: Ich drücke die Schulbank für meine Weiterbildung

Women`s Circle meiner Freundin Olga im März.

Foto-Shooting für Website und Instagram. Gut, wenn der eigene Papa ein eigenes Studio hat.

Eine Woche mit dem Camper in Italien. Hier am Comer See.

Unterwegs mit unserem Camping Bus - alleine. Am Thüringer Meer habe ich viel geschrieben.

Diese Lady ist für 2 Wochen bei uns eingezogen - während meine Schwester im Urlaub war.

Neilson Hays Library in Bangkok. Da ich ehrenamtlich bei uns in der Bücherei arbeite, durfte ein Foto für meine KollegInnen nicht fehlen.

4 Tage / 3 Nächte auf einem Liveaboard in der Andamanensee in Thailand. Ein unvergessliches Erlebnis!

Mein 2025-Fazit

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

  • Zu schreiben, ohne dass dabei “was rumkommt”, einfach nur, weil es Spaß macht. 
  • Dass ich Antonia als Nachhilfelehrerin eingestellt habe 
  • Dass ich mir Unterstützung für die Buchhaltung geholt habe und der Onlineshop
  • Dass ich JA gesagt habe. 


Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

  • Gesundheit ist das Wichtigste: Wirklich und wahrhaftig auf einer tieferen Ebene habe ich es erst verstanden, als ein enges Familienmitglied krank wurde.
  • Ich kann Vieles schaffen, wenn es sein muss
  • Ich darf mich aber fragen: “MUSS ich das wirklich?” 
  • Ich darf mich aber fragen: “WILL ich das?”
  • Ich darf mich fragen: “Ist es den Stress wert, dafür meine Gesundheit aufs Spiel zu setzen?”


Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?

Mir einzugestehen, dass ich nicht Alles kann: Im August habe ich das letzte Mal bei Instagram gepostet und mein Newsletter ist komplett eingeschlafen. 


Mein 2025 in Zahlen

  • Instagram Follower: 1252
  • Letzter Instagram Post: 26.08.2025 
  • Letzter Newsletter: 31.07.2024 (!)
  • Webseiten-Besucher 2025: 1434 (1314 in 2024)
  • Nachhilfelehrerin eingestellt: 1
  • Anzahl meiner SchülerInnen 2025: 15
  • Anzahl von Antonias SchülerInnen 2025: 6
  • Anzahl der verkauften Unterrichtsmaterialien im Shop: 27, Umsatz: 39,90 Euro 


Meine 4 Ziele für 2026

  1. Eine weitere Nachhilfelehrerin einstellen, um noch mehr SchülerInnen im Fach Latein zu unterstützen:  Wenn du Latein liebst, einen Minijob (mit sehr gutem Stundenlohn) suchst, bei dem du von zu Hause aus arbeiten kannst, dann melde dich bei mir über das Kontaktformular
  2. Mehr Produkte im Onlineshop: Das Übungsmaterial “Alle Zeiten im Konjunktiv” und “Alle Präpositionen” sind schon in der Pipeline und warten darauf, online zu gehen! 
  3. Ich schreibe regelmäßig einen Newsletter und finde die Zeit für Blog-Artikel, weil es mir einfach so viel Spaß macht, zu schreiben! 
  4. Eine interne Datenbank für Klassenarbeiten: Alte Klassenarbeiten durchzuarbeiten, ist die wirksamste Art der Vorbereitung. Ich sammle auch schon seit Jahren alle Klassenarbeiten meiner SchülerInnen, bis jetzt fehlt mir aber eine gute Übersicht, zu welchem Thema ich welche Klassenarbeiten habe. Mit der Datenbank bekommen unsere SchülerInnen Probe-Klassenarbeiten an die Hand, die zum aktuellen Unterrichtsstoff passen!





Ich bin Amelie, deine Expertin für die Grundlagen im Fach Latein! Ich zeige dir, wie du durch stabiles Grundlagenwissen und eine systematische Vorgehensweise bei der Überstzung Fehler minimierst und damit dein Note verbesserst!

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Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal Ich bin schon lange fasziniert vom Bloggen und habe deshalb am „Blogtoberfest“ der Bloggerin Judith Peters mitgemacht. Im Blogtoberfest erstellen alle Teilnehmenden als Challenge eine To-Want-Liste für das letzte Quartal des Jahres. Die „To-Want-Liste“ ist eine Liste mit Zielen für die letzten drei Monate dieses Jahres. Der Hintergrund der „To-Want-Liste“ ist, dass wir uns Ziele setzen, diese veröffentlichen und so viel wahrscheinlicher auch wirklich dran bleiben. Denn setzt man für jedes einzelne Quartal des Jahres Ziele, so erreicht man viel mehr, als wenn man „nur“ einmal im Jahr Ziele setzt. Hier also kommt meine erste „To-Want-Liste“. Neues von Erfolg mit Latein und berufliche Ziele Der LateinkursBasic wird endlich für alle auf meiner Website verfügbar. Dazu gehört, dass ich einen neuen Host finde, dort alle Videos hochlade und den Kauf über meine Website möglich mache Ich baue eine Landing Page für mein 0-Euro Produkt „Der Vokabel-Lern-Guide“ und richte alles so ein, dass Du ihn dir kostenlos herunterladen kannst. ✔️ Ich absolviere die erste Prüfung zu meiner Weiterbildung (in meinem Hauptberuf) Ich reiche das Exposé für meine Projektarbeit (in meiner Weiterbildung) ein Ich lerne richtig coole Videos mit meinem iPhone zu drehen. Dazu habe ich mir den Kurs der iPhone Photography School gekauft und arbeite ihn nach und nach durch Ich bringe meine Buchhaltung auf den neuesten Stand (uff... das wird schwierig) Ziele für "zuhause" Ich gestalte eine herbstliche Pflanzschale und dekoriere damit den Hauseingang ✔️ Ich kaufe 2 weitere Stühle für unseren Essbereich (4 Stühle reichen nicht bei Besuch) Ich kaufe eine Deckenleuchte für mein Arbeitszimmer Persönliche Ziele, auf die ich mich freue Ein Tag in der Therme mit meinen Mädels und einer mit meinem Freund Ein Kurztrip nach Berlin mit meiner Freundin ✔️ Ein Kurztrip nach Köln mit meinem Freund zur Aufzeichnung von ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann Wir gehen mit Oli und Katha auf einen Weihnachtsmarkt und laden beide zum Glühwein ein Ich verräume meine Sommerklamotten und miste dabei meinen Kleiderschrank aus ✔️ Ich mache beim deutschen Sportabzeichen mit und bekomme eine Goldmedaille Ein Kurztrip nach München, um meine Freelancerin Vanessa zu treffen (sie schneidet meine Insta-Videos) und bei Max Beef Noodles zu essen Ich mache Shakshuka zum Frühstück Ich lese ein Buch über Finanzen Ich führe meine Journal weiter und schreibe täglich 3 Dinge auf, für die ich dankbar bin.
von Amelie Witt 18. Juli 2024
Meine 3 Learnings aus dem Schuljahr 23/24 (mit echten Beispielen meiner Latein-SchülerInnen) Auch für SchülerInnen in Bayern beginnt nun die entspannteste Phase des Schuljahres: Warten auf die Zeugnisse und auf die Sommerferien! Die meisten meiner Latein-SchülerInnen machen in den Ferien Pause. Ich werde diese Zeit nutzen, um den LateinkursBasic, meinen Onlinekurs für die Grundlagen im Fach Latein, zu überarbeiten und noch besser zu machen. Und in meinem Kopf schwirrt schon seit Längerem der Vokabel-Lern-Guide herum, der euch helfen soll, Vokabeln richtig und effizient zu lernen. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist. Das Ende des Schuljahres ist auch eine Gelegenheit, einmal zurückzublicken und über meine SchülerInnen und ihre Entwicklung in der Einzelnachhilfe nachzudenken. Während ich im Schneidersitz auf meinem Küchenstuhl sitze und genüsslich an meinem Cappuccino schlürfe, wird mir klar, dass sich Erfolg in Latein auf drei wesentliche Faktoren zurückführen lässt. In diesem Blog-Artikel möchte ich meine drei Erkenntnisse für langfristig gute Noten im Fach Latein mit euch teilen, basierend auf echten Beispielen meiner SchülerInnen. 1.) Du bist nicht zu dumm für Latein Eine verzweifelte Mutter rief mich im Frühjahr an, weil ihre Tochter Mady eine 5 in Latein geschrieben hatte. Die Lektürephase stand bevor, und Mady war überzeugt, sie sei einfach zu dumm für Latein. Sogar ihre jüngere Schwester, die im kommenden Schuljahr Latein bekommen würde, hatte bereits Vorbehalte gegenüber dem Fach entwickelt, bevor sie überhaupt damit angefangen hatte. Mady entschied sich, die Grundlagen mit meinem LateinkursBasic noch einmal zu wiederholen. Begleitend zu jedem der drei Module habe ich ihr jeweils eine Stunde Einzelnachhilfe gegeben. Kurz darauf stand eine wichtige Klassenarbeit an. Da wir erst vor kurzem mit der Nachhilfe begonnen hatten, hatte ich keine allzu hohen Erwartungen. Doch zu unserer Überraschung erhielt Mady eine 3! Der entscheidende Faktor war das gezielte Abfragen der Satzglieder, das ihr das notwendige Basiswissen vermittelte, um erfolgreich durchzustarten. Fazit: Eine schlechte Note ist lediglich eine Momentaufnahme und kein endgültiges Urteil über die Fähigkeiten oder das Potenzial eines Schülers. 2.) Kontinuität & Durchhaltevermögen sind der Schlüssel Ein Telefonat mit der Mutter von Linus vor genau einem Jahr ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Das Ende des Schuljahres stand bevor und Linus hatte eine 5 in Latein. Zu dem Zeitpunkt begleitete ich Linus schon ein Jahr regelmäßig. Da er in zwei weiteren Fächern ebenfalls auf einer 5 stand, wusste seine Mutter nicht, was sie tun sollte. Linus wollte auf keinen Fall das Schuljahr wiederholen. Die Mutter war verzweifelt aufgrund des Drucks. Er bestand das Schuljahr nur knapp und schrieb im darauffolgenden Jahr in den Klassenarbeiten eine 3, eine 4 und nochmals eine 4. Latein war gerettet. Ein weiteres Beispiel ist Elias. In der letzten Klassenarbeit dieses Schuljahres hat er eine 2 geschrieben, nachdem er zuvor zweimal eine 5 bekommen hatte. Ich wusste intuitiv, dass er die Grundlagen bereits richtig beherrscht und dass er die geforderte Leistung nur noch nicht aufs Papier bringen konnte. Fazit: Durch regelmäßiges Üben und Wiederholen wirst du besser. Eine Sprache wie Latein zu lernen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Auch wenn die nächste Note wieder eine 4- ist und man nicht sofort sieht, wie sich die Mühe auszahlt: Du. Wirst. Besser. Das kontinuierliche Wiederholen der Grundlagen und das Üben des Übersetzens werden sich langfristig mit einer guten Note im Fach Latein auszahlen. 3.) Vielleicht hat es noch nicht „Klick“ gemacht Bei zwei meiner Schüler passt die Note noch nicht. Sie haben das Schuljahr mit einer 5 in der letzten Klassenarbeit abgeschlossen, trotz regelmäßigem Üben in der Nachhilfe. Das ist die größte Herausforderung im Gymnasium: Lernen, wie man lernt, und sich dann die Dinge selbstständig aneignen können. Beim einen dauert es länger, beim anderen geht es schneller. Jeder Schüler muss für sich herausfinden, was für ihn funktioniert. Als Lehrerin kann ich die Starthilfe geben und unterstützen, aber letztendlich muss man es selbst herausfinden. Fazit: Manchmal braucht es einfach mehr Zeit und Übung, bis der „Klick“ kommt. Geduld und kontinuierliches Lernen sind hier entscheidend. Ich hoffe, diese Beispiele und Erkenntnisse motivieren und helfen euch, euren eigenen Weg zu finden, um in Latein erfolgreich zu sein. Denkt daran: Jeder Schüler kann erfolgreich sein, wenn er die richtige Methode und Unterstützung hat. Viel Erfolg und schöne Ferien! Deine Amelie
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